Vibe & Conquer: Multi-Repo Claude Code als RTS
Das Problem mit Multi-Repo Claude Code Workflows ist nicht die Technik — es ist das kognitive Overhead. Vibe & Conquer löst das mit einem RTS-Framing, das konzeptuell korrekt ist.
Vibe & Conquer: Multi-Repo Claude Code als RTS
Das Problem mit Multi-Repo Claude Code Workflows ist nicht die Technik — es ist das kognitive Overhead.
Du jonglierst gleichzeitig mit Issues, Branches, PR-States, Claude-Labels und Repo-Kontexten über mehrere Projekte. SHARC, MORAY, Sample Machine, Loop Gateway — jedes mit eigenen offenen PRs, eigenen AI-gelabelten Issues, eigenen Merge-Konflikten. Mental ist das längst ein RTS. Die Oberfläche dazu ist ein CLI und ein GitHub Tab-Graveyard.
Warum RTS-Interfaces so gut funktionieren
Real-Time-Strategy-Spiele sind Meisterwerke in Informationsdichte. StarCraft, Age of Empires, Command & Conquer — auf einer einzigen Oberfläche kommunizieren sie dir gleichzeitig:
- Karte (wo bin ich, was gehört mir, was ist feindlich)
- Einheiten-Status (idle, in Bewegung, kämpfend, gebaut)
- Ressourcen (Mineralien, Gas, Bevölkerungslimit)
- Minimap (globaler Überblick in Echtzeit)
- Alerts (Angriff!, Einheit fertig, Ressource erschöpft)
Das Entscheidende: Du gibst High-Level-Befehle — "Angreifen", "Basis aufbauen", "Einheit produzieren" — und die Einheiten führen sie autonom aus. Du micromanagst nicht jeden Schritt. Du überwachst, priorisierst, reagierst auf Anomalien.
Genau das ist Claude Code mit Issue-Labels. Du gibst high-level: @claude implement. Claude führt autonom aus. Dein Job ist Oversight, nicht Ausführung.
Der Bottleneck ist nicht mehr die Implementierung — es ist das situational awareness über alle laufenden Operationen.
Das Tab-Graveyard-Problem
Wer mit mehr als zwei Repos gleichzeitig arbeitet, kennt das Muster:
- GitHub Tab für Repo A (offene PRs)
- GitHub Tab für Repo B (offene Issues)
- GitHub Tab für Repo A (nochmal, andere Issue)
- Netlify Tab (Deploy-Status)
- Terminal mit
gh pr list— weil der Tab schon wieder 5 Minuten alt ist - Noch ein Terminal für Repo B
Das ist kein Workflow. Das ist Kontext-Switching-Theater. Jeder Tab-Wechsel kostet kognitive Energie, die besser in Entscheidungen investiert wäre.
Das RTS-Framing verdeutlicht die eigentliche Herausforderung: Nicht die Ausführung ist schwer, sondern die Map Awareness. Was ist gerade wo in welchem State?
Vibe & Conquer: Das Command Center
Vibe & Conquer ist genau das — ein selbst-gehostetes Dashboard, das GitHub-Aktivität über mehrere Repos aggregiert und als eine kohärente Oberfläche darstellt.
Was du auf einen Blick siehst
Dashboard — Alle Repos gleichzeitig: offene PRs, offene Issues, Merge-Konflikte, Review-Entscheidungen. Kein Tab-Switching mehr für den Überblick.
Battlefield View — Eine visuelle High-Level-Perspektive auf Repository-Aktivität. Nicht als Liste, sondern als räumliches Layout — näher am RTS-Mental-Model als an einem GitHub-Feed.
Repository Management — Welche Repos sind im Tracking? Hinzufügen, entfernen, priorisieren.
Claude AI Integration — Das ist der Teil, der den Loop schließt: Das Dashboard surfaced automatisch Issues, die mit claude, ai, ai-fix oder ai-feature gelabelt sind. Deine AI-Agenda, aggregiert, ohne manuelles Suchen.
Netlify Preview URLs — Preview-Deploy-Links direkt in den PR-Cards. Kein separater Netlify-Tab mehr.
Voice Input — Hands-free Interaktion via Browser-Spracherkennung. Für den Moment, wo beide Hände am Terminal sind.
Auto-Refresh — Konfigurierbares Intervall (Standard: 2 Minuten). Die Map aktualisiert sich von selbst.
Das RTS-Framing ist nicht Marketing — es ist präzise
In einem klassischen RTS hast du:
| RTS-Konzept | Multi-Repo Claude Code |
|---|---|
| Karte | Repos + Branches |
| Einheiten | Claude Agents / offene PRs |
| Ressourcen | Token-Budget, offene Issues |
| Alerts | Merge-Konflikte, failed CI, PR-Reviews |
| High-Level-Befehle | @claude implement, Labels |
| Minimap | Dashboard-Übersicht |
Was in RTS-Spielen Jahrzehnte der UI/UX-Forschung steckt — wie kommuniziert man maximale Information mit minimaler kognitiver Last — das ist direkt übertragbar auf Developer Tooling.
Die Erkenntnis dahinter: Kognitive Last ist nicht durch mehr Information lösbar, sondern durch besseres Information-Design. Ein gut gestaltetes RTS-Interface zeigt dir mehr, überfordert dich aber weniger als ein schlecht strukturierter GitHub Feed — weil Hierarchie, Farbe, Raum und Alerts die Informationen vorsortieren.
Warum das für Agentic Workflows wichtig wird
Mit Claude Code, Cursor und ähnlichen Tools verschiebt sich die Arbeit. Die Bottlenecks von gestern — "wie implementiere ich X" — werden schneller. Die neuen Bottlenecks sind:
- Priorisierung: Welches Issue kommt als nächstes?
- Review-Geschwindigkeit: Ist der PR von Claude gut genug zum Mergen?
- State-Awareness: Was läuft gerade, was blockiert, was wartet auf mich?
Für (3) ist ein Command Center wie Vibe & Conquer nicht nice-to-have — es wird zum kritischen Enabler. Je mehr Agents parallel laufen, desto wichtiger ist die Übersicht.
Das skaliert auch anders als klassisches Tooling. Ein Entwickler mit gutem Command Center kann die Arbeit von drei Entwicklern reviewen und priorisieren — nicht weil er schneller ist, sondern weil er sieht, was relevant ist.
Self-Hosted, eigene Infrastruktur
Vibe & Conquer ist self-hosted. Das ist eine bewusste Entscheidung: GitHub-Tokens und Repository-Übersichten über fremde Server zu leiten, wäre ein unnötiges Risiko. Eigener Server, eigene Kontrolle.
Das bedeutet auch: keine SaaS-Abhängigkeit, keine API-Rate-Limits durch geteilte Keys, kein Datenschutz-Kompromiss für ein Convenience-Tool.
Und für alle, die ihr Setup noch feiner abstimmen wollen: Es gibt einen Map Editor, mit dem sich das Terrain — also die visuelle Darstellung einzelner Repositories und Bases — individuell einfärben lässt.
Fazit
Das RTS-Framing für Multi-Repo AI-Workflows ist nicht Metapher — es ist eine technisch präzise Beschreibung. Wer mit mehreren Repos und mehreren Claude Agents gleichzeitig arbeitet, braucht Map Awareness, nicht mehr Terminals.
Vibe & Conquer löst genau das. Ein Dashboard, das GitHub-Aktivität aggregiert, AI-labeled Issues surfaced und Netlify-Previews direkt einbindet — so dass der kognitive Overhead sinkt und die Entscheidungsqualität steigt.
Das ist Vibe Coding mit echter Kommandozentrale.
Vibe & Conquer wird in Kürze als Open Source veröffentlicht. Feedback und Contributions sind willkommen.